Die Gesundheit unserer Liebsten ist oft das Erste, woran wir denken, wenn wir morgens aufwachen, und das Letzte, worum wir uns sorgen, bevor wir schlafen gehen. Doch wie gesund sind wir in Österreich wirklich? Und was bedeuten die nackten Zahlen für unseren Familienalltag?
Die Statistik Austria hat kürzlich den STATreport „Gesundheit 2024“ veröffentlicht . Als Redaktion von familieplus.at haben wir uns durch die Daten gearbeitet, um herauszufinden, wo wir als Familien stehen, welche Entwicklungen uns Mut machen und wo wir im Alltag vielleicht noch genauer hinsehen sollten.
Der Start ins Leben: Geburten in Österreich
Der Moment, in dem ein neues Leben beginnt, ist unvergleichlich. Im Jahr 2024 erblickten in Österreich 76.534 Kinder das Licht der Welt . Die allermeisten von ihnen – beeindruckende 98,5 Prozent – wurden sicher in einem Krankenhaus geboren .
Auffällig ist jedoch eine Entwicklung, die werdende Eltern aufhorchen lässt: Die Kaiserschnittquote liegt mittlerweile bei 32,5 Prozent . Das bedeutet, dass beinahe jedes dritte Kind per Kaiserschnitt zur Welt kommt. Im Vergleich zum Jahr 1995 (12,4 Prozent) hat sich dieser Wert beinahe verdreifacht . Für uns bei familieplus.at zeigt das einmal mehr, wie wichtig eine umfassende und ehrliche Aufklärung für werdende Mütter und Väter ist. Es geht nicht um „richtig“ oder „falsch“, sondern darum, gut informierte Entscheidungen für sich und das Kind treffen zu können.
| Entbindungsart | Anteil 2014 | Anteil 2024 |
| Spontangeburt | 64,2 % | 59,9 % |
| Kaiserschnitt | 29,8 % | 32,5 % |
| Saugglocke | 5,9 % | 7,6 % |
Quelle: Statistik Austria, Gesundheit 2024
Erfreulich ist hingegen: Die überwältigende Mehrheit der Neugeborenen (93,4 Prozent) war normalgewichtig, und 92,8 Prozent waren Termingeburten . Ein guter und gesunder Start ins Leben ist für die meisten Babys in Österreich also Realität.
Krankheiten im Alltag: Wenn die Familie stillsteht
Wir alle kennen es: Wenn ein Familienmitglied krank wird, gerät der ganze Alltag aus den Fugen. Die Daten der Statistik Austria spiegeln genau das wider, was viele von uns in den Wintermonaten erleben.
Im Jahr 2024 waren Atemwegserkrankungen mit Abstand die häufigste Ursache für Krankenstände . Sie machten 42,0 Prozent aller Krankenstände aus – ein enormer Anteil, der zeigt, wie sehr uns Erkältungen, Grippe und Co. zusetzen . Auf Platz zwei folgten Magen-Darm-Infektionen mit 12,5 Prozent . Gerade Familien mit kleinen Kindern können davon ein Lied singen, wenn der Kindergarten-Virus wieder einmal die Runde macht.
Interessant ist auch ein Blick auf die Dauer der Krankenstände: Im Schnitt dauerte ein Krankenstand 9,2 Tage . Das bedeutet oft mehr als eine Woche Ausnahmezustand in der familiären Organisation.
Vorsorge als Familienprojekt
„Mama, Papa, wann wart ihr eigentlich das letzte Mal beim Arzt, als ihr nicht krank wart?“ Diese Frage stellen Kinder selten, aber wir sollten sie uns selbst öfter stellen.
Die aktuellen Zahlen zur Vorsorgeuntersuchung zeigen einen positiven Trend: Im Jahr 2024 gingen 18,6 Prozent der anspruchsberechtigten Österreicher:innen zur Gesundenuntersuchung . Das sind fast 1,4 Millionen Menschen und damit um 6,9 Prozent mehr als im Vorjahr .
Dennoch sehen wir hier noch Luft nach oben. Frauen nehmen Vorsorgeuntersuchungen nach wie vor häufiger in Anspruch als Männer (Verhältnis 54 zu 46) . Bei familieplus.at möchten wir besonders die Väter ermutigen: Vorsorge ist nicht nur Selbstfürsorge, sondern auch Fürsorge für die Familie. Wer auf seine eigene Gesundheit achtet, stellt sicher, dass er auch in Zukunft für seine Liebsten da sein kann.
Ein Blick auf die Jugend: Die 18-Jährigen
Für Familien mit älteren Kindern sind die Ergebnisse der Stellungsuntersuchungen ein interessanter Gradmesser für die Gesundheit der jungen Generation. Beim Geburtsjahrgang 2006 (Hauptstellungsjahr 2024) zeigte sich, dass 11,0 Prozent der jungen Männer adipös (fettleibig) waren, weitere 21,3 Prozent übergewichtig .
Diese Zahlen sind ein Weckruf. Sie erinnern uns daran, wie wichtig es ist, als Familie einen gesunden Lebensstil vorzuleben. Gemeinsames Kochen, Bewegung an der frischen Luft und ein bewusster Umgang mit Medienzeiten sind Investitionen in die langfristige Gesundheit unserer Kinder, die sich spätestens im jungen Erwachsenenalter bezahlt machen.
Fazit: Gesundheit ist Teamsache
Die Daten der Statistik Austria sind mehr als nur trockene Zahlen. Sie erzählen die Geschichte unseres Alltags, unserer Herausforderungen und unserer Erfolge. Sie zeigen uns, dass wir in Österreich auf ein starkes Gesundheitssystem vertrauen können, aber auch, dass unsere eigene Eigenverantwortung gefragt ist.
Bei familieplus.at sind wir überzeugt: Gesundheit ist ein Familienprojekt. Ob es darum geht, die nächste Erkältungswelle gemeinsam durchzustehen, sich gegenseitig an Vorsorgetermine zu erinnern oder als Familie aktiv und in Bewegung zu bleiben – wir sind gemeinsam stärker.
Bleiben Sie gesund und achten Sie aufeinander!


